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Offener Brief von Michel Rochat, CEO, EHL-Gruppe

Michel Rochat
Verfasst von

Liebe EHL-Freunde und -Familie
Geschätzte Studierende

Heute wird die Quarantäne für 2’500 Bachelor-Studierende aufgehoben – die bislang grösste, einzeln verhängte Quarantäne-Anordnung in der Schweiz.

Das war eine grosse Prüfung für uns alle. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir der Zukunft gelassener und besser vorbereitet entgegensehen können. Deshalb nämlich, weil wir alle aus dieser Situation wichtige Lehren ziehen können.

Zunächst möchte ich der grossen Mehrheit der EHL-Studierenden danken, die nicht an den privaten Partys teilgenommen hat. Diese gelten als Ursache für die Covid-Infektionen auf dem Campus von letzter Woche. Sie alle habe in dieser anspruchsvollen Situation grosses Verständnis und viel Geduld bewiesen. Glücklicherweise scheinen sich alle infizierten Personen gut zu erholen. Und so behaupte ich, dass diese notwendige allgemeine Quarantäne dazu beitragen wird, die Sicherheit unserer Community an der EHL wesentlich zu steigern.

Wir leben unter noch nie gesehenen Umständen. Wir sind gezwungen, unser Verhalten neu auszuhandeln und festzulegen, wie die «neue Normalität» aussehen soll. Wenn ich auf die 127 Jahre EHL-Geschichte zurückblicke, so zeichnet uns insbesondere unsere starke Widerstandsfähigkeit als Schule und als Gemeinschaft von über 25’000 Individuen aus. Dieses Erbe unseres Pioniergeistes kommt nicht von ungefähr. Es war und ist unser ständiges Bestreben, den Status quo stets auf ein Neues zu hinterfragen, aus jeder Situation zu lernen und uns weiterzuentwickeln. So gelang es, den Wandel voranzutreiben. Diese Belastbarkeit ist es, die unsere Innovationskraft ausmacht. Sie ist es auch, die uns gestärkt aus dieser Situation hervorgehen lässt.

Wir haben in diesem Jahr bereits grosse Fortschritte bei der Umsetzung neuer akademischer Modelle gemacht. Diese machen uns nicht nur flexibler, können wir doch dank dieser Instrumente die Kapazitäten auf dem Campus aus Vorbeugemassnahmen gegen die Covid-Krise in Echtzeit verwalten. Zudem ist so eine breitere Förderung der Ausbildung per se möglich.

Die Vision der EHL definiert die Art und Weise, wie wir lehren und lernen, neu. Wir wollen für Sie als Studierende ein ganzheitliches Umfeld schaffen, in dem Sie sich auf die bestmögliche Weise entwickeln können.

Gleichzeitig gilt es in der aktuellen Lage besonders wachsam zu sein: Auf dem Campus gelten weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Wir werden sämtliche Sicherheitsvorkehrungen mit äusserster Entschlossenheit durchsetzen. Alle sind wir aufgefordert, unsere persönliche Verantwortung wahrzunehmen, indem wir alle möglichen Schritte unternehmen, um uns selbst und andere zu schützen. Wir alle wissen: Der soziale Austausch gehört essentiell zum Leben an einer Universität. Auch für diese Belangen müssen wir eine «neue Normalität» finden. Diskutieren, debattieren, austauschen, ja sogar feiern kann in einem neuen Format erfolgen. Wir fordern alle Studierenden und Gremien auf, virtuelle Veranstaltungen zu organisieren, über digitale Kanäle zu interagieren und physische Veranstaltungen nur im Rahmen der auf dem Campus geltenden Regeln durchzuführen sowie ausserhalb des Campus dieselben Vorsichtsmassnahmen einzuhalten.

Und wenn solche Veranstaltungen stattfinden, erinnern wir uns stets an die Prinzipien und Werte, die uns viel weiter gebracht haben, als unsere Gründer sich je erhoffen konnten.

Die EHL wurde vor 127 Jahren mit einem grundlegenden Ziel vor Augen gegründet: eine Schule zu schaffen, an der Schweizer Service exzellent gelehrt und an die nächste Generation von Führungskräften weitergegeben wird. Dienen bedeutet: sich zu kümmern und sich zu sorgen. Sich um Gäste und Kunden zu kümmern, füreinander zu sorgen und dabei bei jeder Entscheidung, die wir treffen, und bei jedem Schritt, den wir unternehmen, auf unsere hohen Standards zu achten.

Überall auf der Welt lesen wir derzeit von «der weltbesten Hospitality-Managementschule, die von einer beispiellosen Quarantäne heimgesucht wird». Die Quarantäne ist nun vorüber und hoffentlich bald auch diese schreckliche Krankheit. Was bleiben wird, ist unser Status als weltweit führende Institution. Dies ist eine enorme Leistung, die wir zu einem grossen Teil unseren Studierenden und Alumni verdanken, die durch ihre Leidenschaft und ihren Ehrgeiz jeden Tag die Welt verändern. Allerdings dürfen wir uns nie von diesen Erfolgen von unseren übergeordneten Zielen abbringen lassen.

Wir haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass starke Werte und soziale Verantwortung unsere Hauptantriebskräfte sind und bleiben.

Ich danke Ihnen allen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Bleiben Sie gesund!

Michel Rochat
CEO EHL Group

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CEO, EHL Group

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