Hospitality Branche
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Gastronomie während COVID-19 aus Sicht unserer Studierenden

EHL Insights
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Klar ist: das Coronavirus verändert die Welt. Unsere Studierenden aus dem Studiengang «Hôtelière-Restauratrice/Hôtelier-Restaurateur HF» haben im Modul Culinary Arts die aktuelle Situation im Gastgewerbe analysiert. Welche Massnahmen wurden von den Betrieben angewendet und welche haben sich etabliert?

Lesen Sie nachfolgend zusammengefasst die zehn wichtigsten Ergebnisse der Studie unserer Hospitality Studierenden.

In der COVID-19 Krise ist Kreativität gefragt!

Um in der Krise bestehen bleiben zu können, werden kreative Lösungen verlangt. Der klassische Restaurant- oder Hotelbetrieb muss sich wandeln. Das Angebot sollte angepasst und den neu entstandenen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden.

Konkret werden die folgenden Massnahmen vorgeschlagen, um die Zeit der Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie positiv nutzen zu können:

  1. Auf Regionalität setzen: Gastrobetriebe sollten jetzt auf lokale Lieferanten zurückgreifen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Ausserdem verkürzt dies die Lieferketten und verkleinert damit auch die überregionale oder internationale Abhängigkeit.
  2. Angebotsvielfalt reduzieren: Gleichzeitig ist dies die perfekte Gelegenheit, die Speisekarte zu überarbeiten. Die Gerichte sollten regional, frisch und nachhaltig sein, dafür aber darf die Auswahl auch etwas kleiner sein.
  3. Inländische Gäste ansprechen: Die Gastronomie muss sich in den kommenden Monaten vermehrt auf Kunden aus dem eigenen Land konzentrieren. Weite Auslandreisen werden für einige Zeit wegfallen und damit auch die ausländischen Touristen ausbleiben.
  4. Take Away und Lieferdienste anbieten: Dieser Service stellt eine zusätzliche Einnahmequelle dar. Er löst das Social Distancing Problem, da die Gäste nicht vor Ort konsumieren und kann ausserdem auch neue Gästesegmente anlocken. Das Take Away- und Lieferangebot sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung abzielen, denn da besteht noch viel Potenzial.
  5. Zusatzverkäufe steigern: Zum Essen ein Dessert oder eine Glas Wein und zur Übernachtung ein Aufenthalt im Wellness Bereich. Wann immer möglich, sollte den Gästen Anreiz gegeben werden, ihre Grundauswahl zu erweitern.
  6. Kleine Veranstaltungen organisieren: Trotz oder gerade auf Grund der Krise wollen die Gäste unterhalten werden. Solange keine Grossveranstaltungen stattfinden dürfen, sind Events im kleinen Rahmen sehr wichtig. Unter der Einhaltung aller Schutzmassnahmen stellt dies einen grossen Mehrwert für die Gäste dar.
  7. Online Präsenz erhöhen: Spätestens jetzt sollte ein professioneller Onlineauftritt aufgegleist werden. Speziell über Social Media kann einfach und schnell mit potenziellen Gästen kommuniziert werden. Neuigkeiten zum eigenen Angebot können mit hoher Reichweite und sehr geringen Kosten verbreitet werden.
  8. Neue Zahlungsmethoden ermöglichen: Bargeld kommt weit herum. Es wandert von Person zu Person und kann ein Übertragungsrisiko darstellen. Bezahlen per Karte oder mit digitalen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Twint ermöglicht kontaktloses und hygienisches Abwickeln der Zahlungen.
  9. Check-In einrichten: Nicht nur Hotel Gäste, sondern auch Restaurantbesucher sollten bei einem Aufenthalt persönliche Daten angeben müssen. Nur mit diesen Angaben kann im Notfall eine Rückverfolgung der Kontakte gewährleistet werden.
  10. Mehrere Seatings einführen: Mit zwei Tischzeiten am Abend kann der Gästefluss besser reguliert werden. Ausserdem kann damit eine höhere Auslastung durch eine Doppelbesetzung der Tische erreicht werden. An einem Welcome Desk am Eingang werden die Gäste begrüsst, Reservationen kontrolliert und an die Tische geführt.

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Welche dieser Massnahmen werden wahrscheinlich auch nach der Corona-Krise weiterhin so umgesetzt?

Erfahren Sie im zweiten Teil bald mehr darüber, wie unsere Studierenden die Gastronomie nach der Krise sehen.

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