Bildungstrends
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Die Gastgeber von morgen

EHL Insights
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Die EHL Swiss School of Tourism and Hospitality in Passugg bietet seit 2018 einen Bachelor-Studiengang in International Hospitality Management. Mit dem Fokus auf neue, digitale Lernformen und der Vision einer «AffectiveHospitality» ist die Hotelfachschule bestens für die Zukunft gerüstet. Lesen Sie hier den Artikel von Marmite Professional.

Bei der Führung durch den Campus in Passugg kommt plötzlich so etwas wie Neid auf. Auf jene, die hier ihre Ausbildung absolvieren können. Die an diesem wildromantischen Ort oberhalb von Chur ins Einmaleins des Gastgebertums eingeweiht werden und dabei mit Gleichaltrigen aus den verschiedensten Ländern zusammen leben und lernen dürfen.

Affective Hospitality lehrt, wie man Gäste emotional abholt

In eleganter Kleidung - Sneakers sind unerwünscht - bewegen sich die Studierenden und Lernenden auf dem Areal des einstigen Kurhotels und grüssen die Besucher ausgesprochen freundlich. Schliesslich ist der gekonnte Umgang mit fremden Menschen Teil des Curriculums. Unter dem Stichwort «Affective Hospitality» lernen die angehenden Gastgeber auch, wie sie Gäste auf einer emotionalen Ebene abholen und begeistern können.

«Je mehr alles digital wird, desto mehr suchen die Menschen emotionale Erfahrungen», sagt Michael Hartmann, Managing Director/CEO der EHL Swiss School of Tourism and Hospitality (EHL SSTH) in Passugg.

 

So stehen in der Ausbildung nebst Fachkompetenz auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und der sozialen Fähigkeiten im Fokus.

Um Emotionen geht es etwa auch im Projektrestaurant Elysium, das ein multisensorisches kulinarisches Erlebnis bietet. Es wird von Studierenden betreut und ist an bestimmten Daten für externe Besucher geöffnet.

Distant Learning während Lockdown

Mit dem coronabedingten Lockdown wurde es ab dem 13. März dieses Jahres plötzlich ziemlich ruhig auf dem EHL Campus Passugg. Statt in den Klassenzimmern, in der Küche und den Schulrestaurants wurde der Unterricht ab dem 16. März im virtuellen Raum abgehalten. So konnten die Lernenden und Studierenden ihr Semester per Fernstudium regulär abschliessen.

«Möglich war dies unter anderem deshalb, weil die EHL Group ihre Strategie im Bereich Distant und Blended Learning seit Jahren konsequent vorantreibt und diese Lernformen schon jetzt zum regulären Unterricht gehören», erklärt Michael Hartmann.

Ab dem 8. Juni durfte der EHL Campus Passugg zwar wieder öffnen, da das Semester bereits beendet war, betraf dies aber nur Mitarbeitende.

Für den Start des Herbstsemesters, das am 10. August begann, haben die Verantwortlichen der EHL Group ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet. So gilt auf dem gesamten Campus eine Maskenpflicht, am Eingang wird Fieber gemessen, es stehen Desinfektionsmittel bereit, und das Essen wird nur abgepackt ausgegeben oder direkt geschöpft. Und auch für den Fall, dass Studierende aufgrund von Reiserestriktionen nicht oder erst verspätet vor Ort sein können, hat die Schule vorgesorgt: «Unser Unterricht kann sowohl physisch stattfinden als auch per Live-Streaming mitverfolgt werden», erklärt Michael Hartmann.

Unsere Vision: Die weltweit führende Ausbildung in Hospitality

Die Schule ist also bestens für die Zukunft gerüstet. Und sie hat grosse Pläne. Die EHL Group, zu der die Ecole hôteliere de Lausanne, der EHL Campus (Singapur), die EHL SSTH, die EHL Advisory Services sowie das EHL Network of Certified Schools gehören, hat die Vision, die weltweit führende Ausbildungsinstitution der Hospitality-Branche zu werden.

Die älteste ist sie bereits: Sie wurde 1893 vom Schweizerischen Hotelverband gegründet und wird heute von einer Stiftung getragen.

Der EHL Campus Passugg gehört seit 2013 zur EHL Group, seit 2018 kann hier auch ein Bachelor-Abschluss erworben werden. Im selben Jahr wurde auch das Bachelor-Village bestehend aus mobilen Studios gebaut, um mehr Studierenden Platz zu bieten. Und es gibt weitere Ausbaupläne: So soll auf dem Hauptcampus mehr Platz geschaffen und die Unterkunftskapazität weiter erhöht werden.

Positiv: Die Corona-Krise hatte keine Auswirkungen auf die Anzahl der Studierenden. Im Gegenteil: So sind 15 Prozent mehr Studierende ins Herbstsemester gestartet.

Artikel erschienen im Magazin Marmite Professional, 12.09.2020

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