Hospitality Branche
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Die Entwicklung der gastgewerbliche Ausbildung

EHL Insights
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Das Ende der Ausbildung der diplomierten Hotel- und Gastrofachleute startet auch ein neues Kapitel:

Diesen Sommer werden die letzten Absolventen der Gastgewerblichen Fachschule Graubünden (GFG) ihr Diplom als Hotel- und Gastrofachfrau/-fachmann entgegennehmen. Dem Lehrgang liegt das Ziel zugrunde, Allrounder für das Gastgewerbe auszubilden. Die Allrounder-Ausbildung wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt und an die neuen Gegebenheiten der Branche angepasst. Damit öffnet sich in der Erfolgsgeschichte der GFG an der EHL Hotelfachschule Passugg (SSTH) ein neues Kapitel.

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Neuer Beruf deckt Bedürfnisse der Branche

Der neue Beruf Hotel-Kommunikationsfachmann/-frau EFZ (HoKo) ist aus den Bedürfnissen der Branche entstanden und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen seitens der jungen Lernenden ist sehr hoch. Die SSTH führt die Ausbildung bereits in Doppelklassen durch und darf auch im kommenden August mit fast 40 neuen Lernenden in einen neuen Ausbildungszyklus starten. Die HoKo-Ausbildung erfreut sich einer anhaltenden Nachfrage und bestätigt ein ausgewiesenes Bedürfnis für die Ausbildung.

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Dank der langjährigen guten Zusammenarbeit mit der Schweizer Hotellerie können dem motivierten Nachwuchs gute Ausbildungsplätze garantiert und mit Erfolg neue dazu gewonnen werden. Erfreulich ist, dass sich der neue Beruf von Jahr zu Jahr besser etabliert. Die anspruchsvolle 360-Grad-Ausbildung gibt den Lernenden die Gelegenheit, nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Kompetenzen wie Flexibilität, Selbstständigkeit, vernetztes Denken und gute Kommunikationsfähigkeiten zu erlangen.

 

 

Meilensteine der GFG

1990: Der Disentiser Hotelier und Grossrat Gion Schwarz bringt das Anliegen des Bündner Gastgewerbes für eine eigene, staatlich unterstützte Hotelfachschule vor. Regierungsrat Joachim Caluori bildet eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag der Bedürfnisabklärung.

1993: Der Beschluss über einen Pilotbetrieb wird gefasst, die Verantwortung liegt bei der Hotel- und Touristikfachschule Chur (heute SSTH). Deren Direktor Hans Stoessel verkündet infolgedessen die Gründung der Gastgewerblichen Fachschule Graubünden in Chur, Absolventen der dreijährigen Ausbildung schliessen mit dem Diplom Gastgewerbefachfrau/-mann ab.

1995: Neu wird auf Stufe der Beruflichen Grundbildung mit dem Abschluss zur/zum Hotel- und Gastro­fachfrau/-mann eine kantonale Ausbildung für das Gastgewerbe angeboten. Conrad Cadonau hat die GFG in den ersten prägenden Jahren als Schulleiter geführt.

2008:  Das Ausbil­dungsreglement wird im Rahmen des neuen Berufsbildungsgesetzes und der damit verbun­denen geänderten Anforderungen per August 2008 angepasst. Neu wird nebst dem kantonalen Abschluss als Hotel- und Gastrofachfrau/-mann GFG das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Restaurationsfachfrau/-mann (REFA) EFZ in die GFG-Ausbildung integriert.

2012: Beatrice Schweighauser übernimmt die Schulleitung der GFG und setzt eine Standortzusammenlegung der Campusse Chur und Passugg um. Diese bringt für die Lernenden ein neues Schulumfeld und weitere Mitstudierende, welche ihre Ausbildung bereichern. Für die Lernenden treten einige Neuerungen in Kraft, wie zum Beispiel das Campusreglement mit dem Business-Dresscode, die Möglichkeit, Zimmer im Schulhotel zu mieten oder auch die Verpflegung im boutique Schulhotel Passugg.

2013: Die hotelleriesuisse übernimmt die Trägerschaft für die GFG und will auf der Grundlage der bestehenden Ausbildung einen neuen, eidgenössischen Beruf entwickeln.

2014: Die GFG ist ihrem Ziel hin zu einem eidgenössisch anerkannten Titel einen grossen Schritt nähergekommen. So erteilt das Staatssekretariat für Bildung, auf Empfehlung der Schweizerischen Bildungsämter Konferenz SBBK hin, den Branchenverbänden und der GFG ein Vorticket für den „neuen Beruf“ mit Arbeitstitel „Hotel- und Gastrofachleute EFZ“.

2014: Um eine möglichst reale Lernumgebung für die Lernenden der GFG zu schaffen, wird im Schulhaus Top eine Schulungsrezeption installiert.

2015: Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Entwicklung (SBFI) hat grünes Licht für den neuen Beruf gegeben, dieser heisst neu «Hotel-Kommunikationsfachmann/-frau EFZ» (HoKo).

2016: Zum letzten Mal ist diesen Sommer eine Klasse an Hotel- und Gastrofachleuten mit 24 neuen Lernenden in der Gastgewerblichen Fachschule Graubünden (GFG) gestartet.

2017: Ab August 2017 tritt der neue Beruf Hotel-Kommunikationsfachmann/-frau EFZ (HoKo) an die Stelle der kantonalen Hotel- Gastrofachausbildung. Die SSTH war massgeblich an der Entwicklung dieses neuen Ausbildungsmodelles beteiligt und ist schweizweit der einzige Schulstandort, der den neuen Beruf im schulisch organisierten Modell (SOG) anbietet. Ein einzigartiger Mehrwert in Passugg wird durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Schulhotel geboten. Kein Abschluss ohne Anschluss, HoKo-Lernende können ihre Ausbildung an der SSTH mit einem Diplom der Höheren Fachschule oder des Bachelor of Science weiterführen.

Und wie geht es weiter mit der gastgewerblichen Ausbildung?

Die letzte Klasse der Hotel- und Gastrofachleute wird ihre Ausbildung an der SSTH abschliessen und ein Diplom entgegennehmen. Die Gastgewerbliche Fachschule Graubünden wird unter der SSTH weitergeführt mit dem Fokus auf den neuen Beruf Hotel-Kommunikationsfachmann/-frau EFZ (HoKo). Sie bildet somit weiterhin engagierten Nachwuchs für die Branche aus.

Durch die letzten sieben Jahren, inklusive der Neuentwicklung des Lehrgangs, führte die Schulleiterin Beatrice Schweighauser die Ausbildung und wird dies auch weiterhin tun.

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