Kochkünste
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Wir reisen nach Frankreich zur Herkunft des Champagners

EHL Insights
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Wer träumt nicht davon, einmal eine Reise in das Ursprungsland des Champagners zu gewinnen? Genau diese einzigartige Möglichkeit bieten wir unseren Hotelmanagement-Studenten jedes Jahr.

Verlost wird die Reise jeweils an einem Champagner Workshop in der Getränkekunde-Klasse von Manfred Wagner. Dabei verkosten die Studenten jeweils die exklusivsten Tropfen und beantworten detaillierte Fragen zum Champagner und dessen Anbaugebiet. Wer diese Herausforderung am besten meistert, gewinnt die Reise in die Champagne, wo die Hotelfach-Studenten verschiedene Champagner-Häuser besuchen und an weiteren Degustationen teilnehmen können.

In der deutschen Hotelmanagement-Klasse (HF) hat dieses Jahr Frederick Jones die beste Note erzielt und durfte in die Champagne reisen, wir gratulieren! Lesen Sie hier seinen Erfahrungsbericht von dieser aussergewöhnlichen Reise.  

Das Comité de Champagne lädt zum Ursprung des Champagners ein

An einem sonnigen Wochenende im Oktober hatte ich als Vertreter der Studenten der EHL Hotelfachschule Passugg das Privileg, der Einladung des Comité de Champagne zu folgen und in die Champagne zu reisen. Mir wurde dieser Preis als Gewinner eines Wettbewerbs im Rahmen des Getränkeunterrichts von Manfred Wagner überreicht.

Auf diese Reise zum Ursprung des Champagners wurden wir von Herrn Byron Catéchis von der Schweizer Weinschule begleitet, der in Basel schon auf uns wartete. Von hier aus ging es mit dem TGV Richtung Strassburg, wo bereits ein Taxi auf uns wartete, um uns ins Hotel zu fahren. 

Bereits das Drei-Gang Abendessen liess erahnen, wohin die Reise geht. Denn jeder Gang wurde mit einer überzeugenden Champagnerbegleitung gereicht: Deutz, Laurent-Perrier und Billecart-Salmon schafften es in die Auswahl. Die Vorfreude darauf, in den nächsten Tagen weitere exquisite Tropfen zu verkosten, stieg.

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In den Kellern des Chateau Pommery

Am nächsten Tag ging die Reise weiter zum Chateau Pommery, einem architektonischen Juwel mit viel Champagner Historie. Das Chateau war schon aus der Ferne zu erkennen. Prächtig ruht seine blaue Fassade auf dem höchsten Hügel in Reims. Die Türme zeigen, wie imposant dieses Champagnerhaus ist. Und genau diesen Gedanken verfolgte Louise Pommery, als ihr Mann verstarb. Sie wollte reiche Kunden aus Grossbritannien herlocken und sie davon überzeugen, den prickeligen Wein zu importieren. Sie liess die historischen römischen Stollen, die sich in den Kreideböden unter Reims befinden, in Reifekeller für ihren Champagner umbauen und legte damit den Grundstein für die einzigartige Domaine Pommery.

Wir erhielten eine Führung durch das Chateau Pommery und die riesigen Tanks, die letzten Trauben an den Rebstöcken und die langen Tunnel des Keller-Labyrinths mit eigenen Augen bestaunen. Natürlich folgte zum Abschluss auch eine Verkostung des Pommery Cuvée Louise 2004 und zwei weiteren Champagner Sorten.

Die biodynamische Produktion ist auch beim Champagner auf dem Vormarsch

Anschliessend ging es für uns Hotelmanagement-Studenten zu einem kleinen Familienbetrieb etwas ausserhalb der Stadt. Laherte Frères ist ein biodynamischer Produzent, bei dem schon seit sechs Generationen Champagner produziert wird. Es werden hier solch aussergewöhnliche Trauben angebaut, die, wenn man die ganze Champagne betrachtet, nur etwa 0.3% des Marktanteils ausmachen.

Zur Degustation wurde uns die Ausgabe Les Sept von Laherte Frères gereicht. In diesem Tropfen waren unter anderem Trauben wie Petit Meslier, Pinot Blanc, Pinot Gris und Arbanne vertreten, die, beginnend mit dem Jahrgang 2005, im Solera-Verfahren vermählt werden, also so, wie es sonst nur beim Sherry üblich ist.

In diesem kleinen, sehr bodenständigen Betrieb lernten wir, wie nahe dieses Handwerk den Menschen in der Champagne steht und auch, dass der Klimawandel Unsicherheiten für die Zukunft der Region mit sich bringt. 

Das Comité de Champagne zeigte uns in der Zeit in der Champagne auch auf, wie wichtig es ist, ein geschütztes Label zu vertreten und was es braucht, um dieses aufrechtzuerhalten.

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