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Wie wärs mit einem Praktikum im Ausland?

EHL Insights
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Für viele Leute ist es ein Traum einmal im Ausland zu leben. Man möchte neue Kulturen kennenlernen, spannende Menschen treffen, eine Sprache erlernen oder ein anderes Klima erleben. Das Leben und Arbeiten im Ausland ist aber nicht nur eine wertvolle Erfahrung fürs persönliche Leben, sondern wertet auch den Lebenslauf auf. Im Hospitality Management Studium an der EHL Hotelfachschule Passugg, haben die Studierenden die Möglichkeit, ihr Kaderpraktikum im 5. Semester im Ausland zu absolvieren.

In diesem Blogartikel erzählt Franziska Wölfle von ihren Erfahrungen nach den ersten zwei Monaten im Auslandspraktikum in Kopenhagen. 

Mein Auslandspraktikum in Kopenhagen 

Mein Name ist Franziska und ich absolviere mein Hospitality Management Studium an der EHL Hotelfachschule Passugg. Zurzeit befinde ich mich im 5. Semester, welches als Kaderpraktikum abgelegt wird. Da man diese Praktikum auch im Ausland machen darf, war es für mich sofort klar, dass ich diese Chance ergreifen möchte.

Die Suche nach der richtigen Destination für ein Praktikum im Ausland

Im Juni letzten Jahres war ich zum ersten Mal in Kopenhagen, um in dem berühmten Restaurant Noma zu essen. Die Stadt und die Gastronomie in Kopenhagen haben mich extrem beeindruckt und ich beschloss auf der Stelle, im folgenden Jahr für mein Praktikum nach Dänemark zu ziehen. Es gab viele Faktoren, die bei meiner Entscheidung für Kopenhagen eine Rolle spielten: Kopenhagen ist eine Stadt, in der es nicht nur die besten Restaurants der Welt gibt, sondern auch grossartige Museen, Kunst, Mode und Kreativität. Auch sind die Dänen unglaublich gastfreundlich und entspannt, was mir die Entscheidung, für mein Praktikum hierher zu ziehen, sehr leicht gemacht hat.

Praktikum im bekannten multisensorichen Restaurant Alchemist

Ich habe recherchiert und meinen Lebenslauf an ausgewählte Hotels und Restaurants in Kopenhagen geschickt. Glücklicherweise wurde mir daraufhin ein Praktikumsplatz in einem berühmten Restaurant in Kopenhagen, dem Alchemist, angeboten. Ich bin schon seit langem ein grosser Bewunderer dieses Restaurants und seiner Philosophie und habe natürlich sofort angefangen, meinen Umzug nach Kopenhagen zu planen. Das Praktikum bietet Managementerfahrung in verschiedenen Bereichen des Restaurants. Ich lerne darin, wie ein Restaurant strukturiert ist und was es braucht, um einen Betrieb mit fast 100 Mitarbeitern zu führen, wie Reservationen gehandhabt werden und vieles mehr.

Das Restaurant konzentriert seine Energie auf die so genannte "Holistische Gastronomie". Das bedeutet, dass Bereiche wie Kunst, Musik, Wissenschaft und Theater mit der Gastronomie verbunden werden. Das ist auch der Grund, wieso mich das Alchemist so fasziniert hat.

 

Neue Kulturen, Sprachen und Tagesabläufe

Mein Alltag bei Alchemist sieht jeden Tag anders aus. Ich nehme an täglichen Besprechungen teil, erstelle Service- und Tischpläne und nehme abends am Service des Restaurants teil. Ich habe das Glück, an wöchentlichen Wein-Workshops teilnehmen zu dürfen, bei denen ich mein Wissen über Weine der neuen und alten Welt erweitern kann. 

Ich arbeite in einem grossen Team und lerne daher ständig neue Leute kennen. Es ist ein internationales Team bei Alchemist und es ist toll, Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zu treffen und etwas über ihre Traditionen und Lebensweise zu erfahren.

Das Beste an meinem Auslandspraktikum ist, dass ich neue Dinge über die dänische Kultur lernen und Menschen aus der ganzen Welt treffen kann. Ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern und habe auch gelernt, auf Dänisch zu kommunizieren. Durch die vielen internationalen Gäste habe ich das Glück, mein Netzwerk zu erweitern und interessante Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen.

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Die Hürden eines Auslandspraktikum 

Es ist jedoch auch nicht immer einfach, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Bis jetzt hatte mein Praktikum seine Höhen und Tiefen. Da ich nur eine 4-Tage-Woche habe, was in Dänemark sehr üblich ist, habe ich lange Arbeitstage. Das Schwierigste an Dänemark sind die kurzen Tage und die geringe Sonneneinstrahlung. Im Januar wurde es bereits um 15.30 Uhr dunkel. Das ist für mich eine riesen Umstellung und ich freue mich bereits sehr darauf, dass die Tage wieder länger werden. Ich freue mich auf das wärmere Wetter, das Sonnenlicht und hoffentlich darauf, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, wenn es nicht mehr so kalt ist.

Auslandspraktikum Dank dem Swiss-European Mobility Program

Wie Sie sich vorstellen können, kann ein Praktikum im Ausland sehr kostspielig sein. Man hat Umzugskosten, Reisekosten, Mietausgaben und Lebensmittelkosten. Um die hohen Ausgaben auszugleichen, wurde mir die Möglichkeit geboten, mich für das Swiss-European Mobility Program (SEMP) zu bewerben. SEMP ist eine Organisation die Studierende bei einem Auslandspraktikum fördert und finanziell unterstützt. Ich habe mich für das SEMP beworben, sobald ich meinen Vertrag in der Tasche hatte, und wurde glücklicherweise in das Programm aufgenommen. Das hat meine Zeit in Dänemark natürlich ein wenig einfacher und erschwinglicher gemacht.

Ich möchte in der verbleibenden Zeit so viel wie möglich über die Restaurantbranche und die Managementaspekte lernen, die zu einem erfolgreichen Restaurant wie dem Alchemist gehören und viel Motivation, Wissen und Kreativität aus dieser Erfahrung mitnehmen.

Wir sehen uns im August Passugg!

 
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